Frankreich kontrolliert Anteilskäufe
Juristische Personen werden vom Bodenrecht in der Landwirtschaft in vielen EU-Mitgliedstaaten nicht erfasst. Damit können Investoren ohne Kontrolle der Behörden über Anteilskäufe (share deals) Betriebe mit umfangreichen Agrarimmobilien kaufen. Finanzinvestoren nutzen diese Lücke zum Einstieg in die Landwirtschaft. Dies kann zu Bodenspekulation führen. Ortsansässige Landwirte können verdrängt werden. Frankreich hat deshalb 2023 die gesetzliche Kontrolle von share deals eingeführt. 2024 wurde eine erste Bilanz der Kontrollen gezogen. Anscheinend kann die Praxis einiger Investoren, mit Anteilskäufen die vorhandenen Agrarstrukturgesetze zu unterlaufen, damit beendet werden.